Freitag, 30. September 2011

Moleskine for president!!!

Ja, um was soll es heute gehen - um Notizbücher. Moleskine hab ich nur als Pseudonym verwendet, schließlich sind es einfach die wunderbarsten, griffigsten und leidenschaftlichsten Notizbücher, die es auf dieser Welt gibt...

Vor einiger Zeit las ich einen Artikel über die wichtigsten Regeln für ein funktionierendes Notizbuch. Nun habe ich meine Erfahrungen mit diesen Regeln gemacht und sie auch hier und da ein wenig weiter entwickelt. Sie haben dazu geführt, dass ich nie mehr ohne Notizbuch aus dem Haus gehe und fast nichts mehr vergesse. Sie haben dazu geführt, dass ich mehr lese und davon mehr umsetze. Sie haben dazu geführt, dass ich in den letzten 4 Wochen schon zwei Notizbücher fast voll geschrieben und viele neue Ideen umgesetzt habe. Und dass ich fast ein bisschen verliebt in meine Notizbücher bin. Aber der Reihe nach:

Als erste Regel ist es immens wichtig, pro Seite nur ein Thema zu verwenden - neues Thema, neue Seite - und dies in der linken, oberen Ecke - vielleicht in einem Kasten - mit Schlüsselwörtern zu kennzeichnen. Und wenn mehrere Seiten benötigt werden, kriegt eben jede einen solchen Kasten. Zusätzlich kann man die Art des Themas benennen, z.B. "B" für "Blogideen", "A" für "Aufgaben", "P" für "Planung" usw. Neben den Kasten kommt dann noch das Datum, damit die Chronologie erkennbar ist und Themen leichter wieder gefunden werden können. Manchmal macht es auch Sinn, den Entstehungsort der Notiz aufzuschreiben. Durch das Prinzip mit der einen Seite pro Thema sind auch nachträgliche Einträge und Zusatzbemerkungen problemlos möglich.

Zum zweiten wird jede Aufgabe, jede Notiz mit einem Spiegelstrich gekennzeichnet. Wenn sie erledigt ist, wird ein + daraus gemacht. Genial, aber gut. Ich verspreche euch, es ist ein tolles Gefühl, wieder so ein + entstehen zu lassen!

Drittens ist es wichtig, Seitenzahlen zu verwenden, um so Themen und Projekte regelrecht "verlinken" zu können. Ggf. kann man das sogar über mehrere Notizbücher hinweg machen, wenn man die Notizbuchnummer dazu schreibt. Ach ja, die sollten selbstverständlich nummeriert und mit Anfangs- und Schlussdaten versehen sein. So können sie besser archiviert werden - weg werfen kommt auf keinen Fall in Frage! Deshalb ist auch eine Adresse wichtig, falls das Buch verloren geht, soll ein Finder ja wissen, wo er es hinzuschicken hat (Tipp: kleiner Finderlohn macht Sinn!)

Viertens: Verbindungslinien, Kritzeleien, künstlerische Einwürfe, Einkreisen von Schlüsselwörtern oder besonders wichtigem - alles ist erlaubt, was hilft, kreativ macht, auflockert. Schließlich ist es ein Notizbuch! Da steht der Inhalt im Vordergrund, nicht die schöne Form. So kann es manchmal auch durchaus nützlich sein, mal eine Notizbuchseite quer zu nutzen!

Fünftens: sollten Lesebändchen vorhanden sein, kommt eins immer vor die nächste freie Seite, ein ggf. zweites (oder auch ein post-it, Büroklammer, Eselsohr...) zur frühesten offenen Idee, so dass man alles Seiten vor dieser Markierung erstmal vergessen kann. Eselsohren eignen sich auch gut für Seiten, die oft gebraucht werden oder besonders interessant sind. Dabei kann man ja auch noch zwischen Eselsohren oben und unten unterscheiden.

Ist ein Buch voll und muss gewechselt werden, übernimmt man alle offenen Aufgaben und markiert sie im alten Buch als erledigt.

Schon mit diesen wenigen und einfachen Regeln macht es einen Riesenspaß, ein Notizbuch zu führen und zum Leben zu erwecken. Kein Wunder, dass das früher nie so recht geklappt hat! Jetzt hab ich alles zusammen und hab' alle aktuellen Projekte, Ideen, Spinnereien, Zitate, Entwürfe, Einkaufslisten, to-dos.... im Griff! Viel Spaß beim Ausprobieren!

Kommentare:

  1. Tolle Tipps, hab endlich auch mal angefangen ein Notizbuch zu führen und die Regeln sind der erste Eintrag.
    Es stimmt, kaum hat man ein paar einfache Regeln und schon klappt es.
    Danke.

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  2. Ich finde schon mal die Idee überhaupt ein Notizbuch zu nehmen - statt kleiner voll gekritzelter Zettelchen - gut. Ich notiere mir ziemlich wenig, aber wenn dann nur auf fliegenden Zetteln... Für mich wäre es schon ein guter Start ein Buch/Heft... zu nehmen und dann eine Seite mit NUR einem Thema zu belegen

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