Montag, 26. November 2012

LLIB - "6 Have a firm handshake."

Das Händeschütteln ist ja eher etwas aus der Mode gekommen. Als Kind habe ich es auch regelrecht gehasst, jemandem die Hand geben zu müssen, so wie man fast alles hasst, was von einem erwartet wird. Am schlimmsten aber waren zwei Arten des Händedrucks: die schlabbrigen, die an einen kühlen, leicht feuchten Waschlappen unbekannter Herkunft erinnern und die eisenharten, bei denen man das Gesicht verzieht und die nichts mehr von Herzlichkeit an sich haben. Viele Menschen, denen man am Tag begegnet, sind einem nicht so nah, dass man sie umarmen möchte, auch wenn die Grenzen da heute tatsächlich fließender geworden sind. Letztlich entscheide ich das nach Bauchgefühl. Doch jeder, mit dem ich spreche, hat eigentlich auch einen Händedruck verdient. Warum auch nicht? Es ist ein einfaches Ritual, das für mich anzeigt: ich gehe jetzt eine Verbindung mit dir ein, lasse mich auf ein Gespräch mit dir ein, habe dich wahr genommen. Gerade in einer Zeit, in der das Fehlen genau dieser Dinge bemängelt wird, könnten wir uns doch wieder angewöhnen, da gegen zu steuern. Also ich nehme mir das vor und fange genau damit an: Statt einem einfachen "Guten Morgen!" werde ich die Kinder meiner Klasse einzeln mit Händedruck begrüßen. Mal sehen, wie das wird! Habt einen schönen Tag :)

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