Sonntag, 9. Dezember 2012

LLIB - "17 Live beneath your means."

"Lebe unter deinen Mitteln." - Sagt meine Übersetzungsapp dazu. Ähnlich unbefriedigend wie das, was meine Leistungskurs - Erinnerung mir so hergab. @markusrill hat es dann für mich so übersetzt: "Innerhalb deiner Mittel leben." Ich frage mich, ob damit das rein finanzielle oder auch ideelle Mittel gemeint sind. Nun, das Finanzielle liegt ja auf der Hand. Wenn du über deinen Möglichkeiten lebst, speziell auf Dauer, dann macht dich das immer unfreier. Und es kostet unendlich viel Kraft, da wieder heraus zu kommen - viele schaffen es nie und geben irgendwann auf. Und wirklich Freude hat man nicht, wenn aus jeder Anschaffung dann doch wieder eine Belastung wird. Aber was, wenn sich das mit den 'Mitteln' auch auf andere Dinge bezieht - zum Beispiel auf die persönliche Energie, Disziplin, Fantasie... trifft denn nicht auch zu, dass es auf Dauer niemals gut ist, über seinen Möglichkeiten zu leben, zu arbeiten, zu planen? Dann ist doch ständige Unzufriedenheit oder sogar so etwas wie Burnout&Co. vorprogrammiert. Dann kann ich irgendwann nicht mehr. Aber für viele ist es schwer, zu zu geben, dass etwas über ihre Möglichkeiten geht. Dabei hat doch jeder seine Grenzen, seien wir doch mal ganz ehrlich :) Und gerade da könnten sich Freunde, Kollegen oder Familie gut ergänzen, denn wenn einer nicht mehr kann, hat der andere vielleicht gerade noch Kapazitäten frei - und beim nächsten Mal ist es dann gerade umgekehrt. Wichtig ist auf jeden Fall, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich die Existenz eigener Grenzen bewusst zu machen. Habt einen schönen Sonntag!!

Kommentare:

  1. Selbst wenn das "innerhalb seiner Mittel leben" nicht immer möglich ist (durch Dinge, die man selbst nicht beeinflussen kann), sollte man sich klar machen, dass man das nicht dauerhaft durchhält.
    Mein Vergleich wäre: Ein Marathon-Läufer wird nie mit dem Tempo eines 100m-Läufers laufen (sondern langsamer), da er sonst auf die lange Distanz schlapp macht ;-)

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  2. Achtsam mit sich selbst umzugehen ist auf jeden Fall sinnvoll. Aber auch, den anderen dabei zu unterstützen, wenn er gerade eine kleine Ruhepause braucht. Man selbst ist ja auch dankbar, wenn der Partner einen z.B. unterstützt und den Rücken freihält, damit man sich selbst etwas erholen kann.

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