"Wie eine Welle nicht nach Wasser suchen muss, brauchen wir uns nicht auf die Suche nach Gott, nach dem Letztendlichen zu machen. Die Welle ist das Wasser. Du bist bereits, was du werden möchtest. Du bist aus Sonne, Mond und Sternen gemacht, du hast alles in dir. Im Christentum gibt es den Ausdruck "in Gott ruhen". Wenn wir von allem Suchen und Streben lassen, ist es, als ruhten wir in Gott. Wir lassen uns fest verankert im gegenwärtigen Augenblick nieder, wir verweilen bei Gott, wir ruhen in unserem kosmischen Körper. Dazu sind keine Überzeugungen und kein Glaube nötig. Eine Welle braucht nicht zu glauben , dass sie Wasser ist. Sie ist bereits im Hier und Jetzt das Wasser. Für mich ist Gott nicht außerhalb von uns oder eine äußere Realität. Gott ist innen. Gott ist keine Wesenheit, die es außen zu suchen gilt und an die man glaubt oder nicht glaubt. Gott, Nirvana, das Letztendliche - sie sind uns allen von Natur aus innewohnend. Das Reich Gottes steht uns jeden Momen...
Rundheraus: das alte Jahr war keine ausgesprochene Postkartenschönheit, beileibe nicht. Und das neue? Wir wollen's abwarten. Wollen wir's abwarten? Nein. Wir wollen es nicht abwarten! Wir wollen nicht auf gut Glück und auf gut Wetter warten, nicht auf den Zufall und den Himmel harren, nicht auf die politische Konstellation und die historische Entwicklung hoffen, nicht auf die Weisheit der Regierungen, die Intelligenz der Parteivorstände und die Unfehlbarkeit aller übrigen Büros. Wenn Millionen Menschen nicht nur neben-, sondern miteinander leben wollen, kommt es auf das Verhalten der Millionen, kommt es auf jeden und jede an, nicht auf die Instanzen. Wenn Unrecht geschieht, wenn Not herrscht, wenn Dummheit waltet, wenn Hass gesät wird, wenn Muckertum sich breit macht, wenn Hilfe verweigert wird - stets ist jeder Einzelne zur Abhilfe mit aufgerufen, nicht nur die jeweils "zuständige" Stelle. Jeder ist mitverantwortlich für das, was geschieht, und für das, was unterblei...
Ab Seite 33 geht es um die Freude am Leben, die Lustifikation, die "Vitamine für die Seele". Du sollst einfach mal überlegen und wahrnehmen, was dir eigentlich tagtäglich Vergnügen bereitet. Ich war erstaunt, wie viel da so ganz spontan zusammenkam. Auf Seite 36 findet man Susannes Aufzählung, die mir sehr gut gefällt. Aber ich will nicht zu viel verraten. Lest selbst!! :) Hier ist meine, ganz spontane, Lustifikationsliste: Ein Lauf in der Morgensonne. Das Knistern von Kandis im Tee. Fachwerkhäuser. Wind. Wenn ich meine, die Percht in der Raunacht zu hören. Vollmond und Stille. Sternschnuppen. An meinem Mann schnuppern. Wäsche zusammenlegen, die in der Sonne getrocknet wurde. Katzenfell (mit Katze). Einen Brief schreiben. Ein Paket aufmachen. Wenn etwas funktioniert. Lakritze. Das Geräusch einer gerade geöffneten Flasche Wasser. Ein See, ruhig in der Abenddämmerung. Nackt schwimmen (in diesem See). Weiches Garn zwischen den Fingern. Wenn ein Strickstück wächst. Etwas erfi...
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